Vor 2 Tagen bin ich samt meinem Studiocomputer zu Tom Korr übergesiedelt. Unsere Maschinen verstehen sich prächtig, 12 Computerkerne und 5000 Watt Musikleistung im Dienste der Filmmischung scheinen Spaß an ihrem Job zu haben.
Wir gehen jeden Filmmusik-Cue einzeln durch, überspielen manche meiner Einzelspuren neu, um sie anders zu verräumlichen und verteilen die Klänge und Musiksequenzen im 5.1-Klangraum, was zu einer deutlichen Erhöhung der akustischen Transparenz führt und der Musik eine ganz neue Durchhörbarkeit verleiht.
Als nächstes fügen wir dann Stück für Stück die Interviews, die realistischen Geräusche, die Kunst der Geräuschemacher und die klassische Musik hinzu. Das Endresultat wird erkennbar, das akustische Relief bildet sich immer feiner aus, der Hörgenuss wird immer stärker, ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Heute abend erster Reality-Check im Kino, dann noch vier Tage in Toms Studio bevor es dann in die Endmischung im Basis-Kino geht.
P.S. Nachts um 12 nach dem Reality-Check: Etwas ernüchtert, die Lautsprecher im Kino verwenden Hörner und haben eine ganz andere Klangcharakteristik als Studiolautsprecher. An diesen Hornsound müssen wir uns nun herantasten, das ist zwar nicht Neues, aber eine besonders erhebende Erfahrung ist es auch nicht....
Ein Ausschnitt aus der Filmmusik:
Split Personalities copyright S.Stockhausen/Boomtown Sounds