Samstag, 12. November 2005, 17:52
Verfasst von Regieassistent Lukas Macher in HONG KONG, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Der letzte von zwei Abenden in Shanghai: Thommy (Regie), Pascal (Ton), Aline (1.Violine), Jan (Service production Shanghai), René (Kamera), Wieland (Pauke) und Janne (Kontrabass)
Heute ist es also auch mir passiert. Zimmer 909 klang so vertraut, aber dass ich in eigentlich in Zimmer 809 wohne, habe ich erst gemerkt, nachdem ich meine Schlüsselkarte schon ins falsche Schloss geschoben und damit wahrscheinlich einen unschuldigen Chinesen aus dem Schlaf getrieben habe.
Heute schon wieder eine neue Stadt, Hongkong ist der Hammer, anders fühlt sich die Stadt vor allem erst mal wegen der sommerlichen Stimmung an (knapp 30-im-verdammten-November-Grad-Celsius und 100-höllische-Prozent-Luftfeuchtigkeit) - aber dann ist da ja noch der Hafen, das Wasser, die Hochhäuser, die Stimmung in den Straßen... Man merkt, dass Hongkong eine Stadt der Welt ist.
Shanghai zog im Prinzip nur so vorbei, das Einzige, was ich außer Konzerthalle und Hotel gesehen habe, ist das Shanghaier Konservatorium, in dem wir Zeugen herrlicher philharmonischer masterclasses werden durften: 7 Philharmoniker haben wir in ihren Stunden begleitet, einen Tag später dann die Ausläufer der sogenannten "Abschlussparty", die von allen Gästen in exakt an dem Moment verlassen wurde, an dem wir kamen. Zufall? Entschädigung war ein anschließender, sehr schöner Restabend mit Aline Champion (1. Geige), Wieland Welzel (Pauke) und Janne Saksala (Kontrabass) in einer stark von Ausländern frequentierten Bar. Erst mal lecker Gin-Tonic trinken.
Jetzt habe ich mich verquasselt - das Wichtigste ist, dass wir die Hälfte der Reise hinter uns haben, was mir ein bisschen Angst macht, einfach nur so aus Prinzip. Jetzt kann's ja nur noch bergab gehen... Die Eindrücke verdichten sich zu einem unheimlichen Ganzen, das sich "Asien" nennt - was das nun genau heißt, kann ich nicht sagen, aber immerhin sind wir am anderen Ende der Welt - erst heute ist es mir wirklich bewusst geworden, beim Einatmen der Hongkonger Schwüle, die einem die Nasenhaare als allererstes benetzt. Hier ist irgendwie Glücksritter-Land, am Hafen werden rote Schals und Basmati-Reis verladen, Katzen räuchern im Opium-Dampf dahin und die Rikschas singen ihr Schlaflied. Sagte er, nachdem er außer seinem Hotelzimmer noch so gut wie nichts von der Stadt gesehen hatte.
Jetzt habe ich mich verquasselt - das Wichtigste ist, dass wir die Hälfte der Reise hinter uns haben, was mir ein bisschen Angst macht, einfach nur so aus Prinzip. Jetzt kann's ja nur noch bergab gehen... Die Eindrücke verdichten sich zu einem unheimlichen Ganzen, das sich "Asien" nennt - was das nun genau heißt, kann ich nicht sagen, aber immerhin sind wir am anderen Ende der Welt - erst heute ist es mir wirklich bewusst geworden, beim Einatmen der Hongkonger Schwüle, die einem die Nasenhaare als allererstes benetzt. Hier ist irgendwie Glücksritter-Land, am Hafen werden rote Schals und Basmati-Reis verladen, Katzen räuchern im Opium-Dampf dahin und die Rikschas singen ihr Schlaflied. Sagte er, nachdem er außer seinem Hotelzimmer noch so gut wie nichts von der Stadt gesehen hatte.
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+++ Nr. 2 +++
verfasst von Paul Wiedermann am 14.11.2005 um 22:31
Hallo Lukas!
Ich verfolge deine Reise sehr gespannt und freu mich immer sehr, wenn du einen dieser netten Tagebucheintraege schreibst!
Also sammel weiter die ganzen Eindruecke und bis bald!
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verfasst von Sichen (http://www.beepworld.de/members77/jojohsu/) am 13.11.2005 um 04:52
Leider kann ich nur ein bisschen verstehen...
Still, I wish you all enjoy a good zeit in all the cities!
Herzliche Grüße
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