Dienstag, 22. November 2005, 16:24
Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten.
Verfasst von Line Producer Axel Johannis in TOKYO, BERLIN, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Nach einer langen Party-Nacht und 10 Stunden Flug befinden wir uns im Landeanflug auf Berlin.
Die Boeing 747-400 „Dortmund“ versinkt in einer finalen, nachmittäglichen Kissenschlacht. Die Flight-Attendants mittendrin. Oh, um ein Haar geht noch die Kamera zu Bruch. Ganz schön fest und proper, diese Lufthansa-Kissen.
Überhaupt: Ich liebe dieses Flugzeug ! Nach 3 Wochen Economy zelebrieren die Lufthansa-Leute unsere letzte Langstrecke auf dieser Reise mit First-Class-Service: Senior-Flugbegleiter, eine ganze Sitzreihe pro Person, 3 Gänge-Menü, Torten, Bierfässchen, Raucherecke, das Schlaraffenland des Travellers.
Nach 3 Wochen Tour und langer Vorbereitungzeit ohne Zeit und Muße für die Liebe/n daheim freue ich mich unendlich auf Zuhause. Nun folgt endlich das Sequel: "Trip to myself and my beloved."
Say hello and wave goodbye.
Die Boeing 747-400 „Dortmund“ versinkt in einer finalen, nachmittäglichen Kissenschlacht. Die Flight-Attendants mittendrin. Oh, um ein Haar geht noch die Kamera zu Bruch. Ganz schön fest und proper, diese Lufthansa-Kissen.
Überhaupt: Ich liebe dieses Flugzeug ! Nach 3 Wochen Economy zelebrieren die Lufthansa-Leute unsere letzte Langstrecke auf dieser Reise mit First-Class-Service: Senior-Flugbegleiter, eine ganze Sitzreihe pro Person, 3 Gänge-Menü, Torten, Bierfässchen, Raucherecke, das Schlaraffenland des Travellers.
Nach 3 Wochen Tour und langer Vorbereitungzeit ohne Zeit und Muße für die Liebe/n daheim freue ich mich unendlich auf Zuhause. Nun folgt endlich das Sequel: "Trip to myself and my beloved."
Say hello and wave goodbye.
Samstag, 19. November 2005, 16:13
Verfasst von Line Producer Axel Johannis in TOKYO
3000 Meilen über dem Meer zwischen Taipei und Tokyo.
Andreas, der Assistent von Simon Rattle hat im Sitz neben mir die Augen geschlossen. Vielleicht ziehen in ihm die Bilder von gestern abend vorüber. Über 20.000 Taiwaner haben ihn und seinen Boss mit Ihren gleißenden Handy-Displays und glühend erregten Gesichtern vor der nächtlichen Konzerthalle in ein Meer aus Freude und Licht eintauchen lassen.
Pop ist raus in Taipei, Klassik ist drin !
Cathay Pacific-Flug CX 450. Ich habe einen Fensterplatz und finde zum ersten Mal Zeit, zu bloggen. Aus dem Nähkästchen des Produktioners. Ich fühle mich heute leicht im Flugzeug und atme normal. Das hat Gründe. CX 450 hat uns keine Drehgenehmigung erteilt. Das Filmteam sitzt da und isst und schläft und liest und fliegt. Auch am Flughafen haben die vier Kameramänner keine Kamera angeschaltet. Dort war es auch verboten. Das ist ungewöhnlich. Im Prinzip bestand auf dem „Trip to Asia“ nämlich die Absicht, jede Bewegung des Orchesters zu filmen. Mein Job war es, das zu ermöglichen.
Also haben wir unsere Kameras benutzt: Wir haben Jumbos, Frachtflugzeuge, Hubschrauber, Schiffe, Fähren, U-Bahnen, Magnetschwebebahnen, Reisebusse, Kleinbusse und Limousinen gefilmt. In Flughäfen, Hotels und Konzerthallen. Und an vielen anderen Orten: Märkten, Tempeln, Wolkenkratzern, Restaurants und Spielhöllen in allen Städten, die wir bereist haben. Angesichts dessen hatten wir verblüffend wenig Ärger. Es wurde niemand verhaftet, oder ernsthaft verletzt und die Geräte sind heil.
Wie langweilig. Nicht-News. Dabei ist es fast ein kleines Wunder. In Zahlen: Es ging darum, 14 sensible Menschen aus 4 Ländern und 1 Tonne hochwertiger Technik quer durch 6 ostasiatische Mega-Metropolen zu schleifen. Jedes der ca. 70 technischen Packstücke musste durch den Zoll. Wir reisten mit Journalisten-, Entertainer-, und Gruppenvisa. (In China waren wir von der Gnade des Aussenkontaktbüros abhängig. 72 Stunden vor Abflug erlaubte man uns die Einreise.) In allen Ländern komplett verschiedene Mentalitäten, andere Währungen, andere Sprachen. Um uns herum ca. 150 Musiker und Musikmanagement. Wir waren bei 12 Konzerten in 7 verschiedenen großen Hallen dabei. Alle drei Tage haben wir eine Grenze in ein anderes Land überquert. Ein einziges Chaos.
Ich bin grad froh, mal einfach zu fliegen und keine Asiaten beschwatzen zu müssen, dass wir gerne das Cockpit entern, beim Landen daneben sitzen wollen, oder in den Frachtraum klettern wollen. Hah. Einfach nur Himmel und Wolken. Gerade erreichen wir die japanische Küste. Die Sonne geht unter. Das letzte Land. Mir fällt ein Stein vom Herzen.
Natürlich gab es Verluste: Vergessene Gepäckstücke warten in den Overhead-Lockern von Flugzeugen auf aufmerksame Putzfrauen. Lieblings-Kleidung hängt einsam in den Schränken verlassener Hotelzimmer. Meine persönliche Bilanz: 1 Paar schwarze Leder-Schuhe, 1 Anzug-Hose, 1 NOKIA-Ladegerät. Weg. Wo auch immer. Lost in translation. Mal fehlte auch ein Stück am Zoll, Schwitzen, Lächeln, Improvisieren und durch. Damit keine Menschen zurückblieben, haben wir sorgsam darauf geachtet, dass fiebrige Mitarbeiter vom Orchester-Arzt fitgespritzt wurden, damit sie auf den Flughäfen die Höchsttemperatur der Infrarot-Kameras am Quarantäne-Schalter nicht überschreiten. Dass niemand zurückblieb ist ohnehin verblüffend. Zusätzlich zur Zeitverschiebung nach Europa zwischen 7 bis 8 Stunden gab es nämlich noch die sogenannte „Halbe Boomtown-Stunde“. Diese musste bei allen Aktivitäten auf die normale Zeitverschiebung noch draufgerechnet werden. Dadurch hatten wir manchmal einen etwas anderen Rhythmus als der Rest der Tour. Die „Halbe-Boomtwon-Stunde“ trat besonders morgens zu Arbeitsbeginn auf und ist ein Gebilde aus Vergessen (das wichtige Kabel im Hotelzimmer), Verschlafen (wegen der zu langen Arbeitszeit), Verfrühstücken (weil’s so lecker ist) und Verärgerung (weil’s schon wieder so früh ist, und man sich heute einfach mal nichts sagen lassen will). Eine interessante Sache, aber als ich anfing, dieses Gebilde in die Planung einzubeziehen, war es auch schon kein Problem mehr.
Zum Glück hatten wir auch viele tolle (freiwillige und unfreiwillige) Helfer. Orchester-Management (Kai Schmidt), Orchesterwarte (Uwe Meyerjürgen) Agentur-Management (Donagh Collins), Reisebüro (Andreas Pernau), alle zogen nach kurzer Zeit an einem Strang. DANKE !
Peter, was wär ich ohne Peter. Der Weltenfilmer, der in Pakistan trotz 9/11 und Erdbeben seine Filme nach Hause gefahren hat. Pah - das bisschen Asien ist dagegen ja nix ! Diese Einstellung und Erfahrung hat mir die Ruhe gegeben, das große Ganze wird schon laufen. Danke, Peter. Und tatsächlich: Alle Theorie am Berliner Schreibtisch, alle Versuche Problemen im Vorfeld vorzubeugen, oder sie per Email und Telefon vorab zu lösen, waren überflüssig. Auf Tour wird alles einfach. Ich begann, nicht mehr 2 Wochen vorauszudenken, sondern genau 1 Tag. Mit allen Beteiligten konnte leicht im Flugzeugsitz, im Frühstücksraum vom Hotel geredet werden. Die persönliche Absprache mit Handschlag hinter der Bühne, der mündliche Deal bei Tee und totem Fisch im Restaurant, auf einmal ging alles seinen asiatischen Gang.
Mit Peter hatte ich auch zusammen auf einer Vorbereitungsreise im Oktober die ganze Tour schon mal abgeflogen und in jeder Stadt Filmemacher angeheuert, die uns helfen. Sie alle waren da und taten, was sie konnten und manche auch mehr als wir erwarten konnten. Dafür verlangten sie von uns nur hinreichende Informationen, pünktliches Geld und freundlichen Zuspruch.
MANY THANKS TO DREAMFACTORY (BEIJING, SHANGHAI), LJ ENTERTAINMENT (SEOUL), OCTOBER PICTURES (HONG KONG), FLASH FORWARD ENTERTAINMENT (TAIPEI), AND VIRGINEARTH (TOKYO)!
In Berlin konnten wir immer auf unser Office zählen (Stefanie Grube), deren gute Vorbereitung mit Info-Booklets, Business-Cards, T-Shirts, Namens-Batches, Strom-Adaptern und vielen anderen nützlichen Dingen (Bestechungsgeschenken für chinesische Zöllner und Schnäpsen für Geburtstagskinder) allem einen sehr professionellen Anstrich gegeben hat. Danke.
Das Regie-Team (Thomas Grube, Lukas Macher) hat mit einer Engelsgeduld und Nervenstärke diese Menge von Musikern nach Geschichten durchleuchtet und zum Mitmachen animiert. Groß, sehr groß, auch wenn mich die Engelsgeduld oft verrückt gemacht hat, wenn um 23:00 abends nicht klar war, was wir am nächsten Morgen machen wollen. Geht Musiker X jetzt Schmetterlinge fangen ? Haben wir Musikerin Y erreicht, wann sie morgen in einer Schule unterrichtet? Trifft Musiker Z jetzt morgen zum ersten Mal im Leben auf seine taiwanesische Großmutter ? Ich hab’s versucht, tapfer zu ertragen, und das Team hat über lange Strecken viel mitgemacht. Viele waren noch wach, wenn ich um 1:30 Uhr über die leeren Hotelflure spukte, um die Tagespläne für den nächsten Morgen unter den Türen durchzuschieben. Wann sie aufstehen müssen, erfuhren die meisten erst aus diesem Plan. Doch hat sich all das immer gelohnt: Wenn Musiker ABC dann nämlich am Morgen mit dem Team auf der Großen Mauer stand, dann kam dabei eigentlich immer was Besonderes heraus. Respekt, Tommy und Lukas.
Soviel Zuspruch und Unterstützung, wie von diesem Orchester kann sich jeder Filmemacher nur wünschen. Danke, Berliner Philharmoniker, für diese interessierte, warme, großzügige Stimmung, die in diesen Film sicher zu sehen sein wird.
Danke zuletzt - aber nicht an letzter Stelle - an alle Boomtowns, es wurde allen viel abverlangt. Aber zusammen haben wir was Besonderes geschafft. Die Bereitschaft, die eigenen Bedürfnisse zeitweilig gegenüber eines gemeinsamen Ziels zurückzustellen. Das Bemühen, dabei nicht zu glauben, dass man etwas verliert, sondern eher etwas gewinnt. Die Gabe, das Ganze noch mit Herz und Humor zu nehmen. That makes a film-team.
Andreas, der Assistent von Simon Rattle hat im Sitz neben mir die Augen geschlossen. Vielleicht ziehen in ihm die Bilder von gestern abend vorüber. Über 20.000 Taiwaner haben ihn und seinen Boss mit Ihren gleißenden Handy-Displays und glühend erregten Gesichtern vor der nächtlichen Konzerthalle in ein Meer aus Freude und Licht eintauchen lassen.
Pop ist raus in Taipei, Klassik ist drin !
Cathay Pacific-Flug CX 450. Ich habe einen Fensterplatz und finde zum ersten Mal Zeit, zu bloggen. Aus dem Nähkästchen des Produktioners. Ich fühle mich heute leicht im Flugzeug und atme normal. Das hat Gründe. CX 450 hat uns keine Drehgenehmigung erteilt. Das Filmteam sitzt da und isst und schläft und liest und fliegt. Auch am Flughafen haben die vier Kameramänner keine Kamera angeschaltet. Dort war es auch verboten. Das ist ungewöhnlich. Im Prinzip bestand auf dem „Trip to Asia“ nämlich die Absicht, jede Bewegung des Orchesters zu filmen. Mein Job war es, das zu ermöglichen.
Also haben wir unsere Kameras benutzt: Wir haben Jumbos, Frachtflugzeuge, Hubschrauber, Schiffe, Fähren, U-Bahnen, Magnetschwebebahnen, Reisebusse, Kleinbusse und Limousinen gefilmt. In Flughäfen, Hotels und Konzerthallen. Und an vielen anderen Orten: Märkten, Tempeln, Wolkenkratzern, Restaurants und Spielhöllen in allen Städten, die wir bereist haben. Angesichts dessen hatten wir verblüffend wenig Ärger. Es wurde niemand verhaftet, oder ernsthaft verletzt und die Geräte sind heil.
Wie langweilig. Nicht-News. Dabei ist es fast ein kleines Wunder. In Zahlen: Es ging darum, 14 sensible Menschen aus 4 Ländern und 1 Tonne hochwertiger Technik quer durch 6 ostasiatische Mega-Metropolen zu schleifen. Jedes der ca. 70 technischen Packstücke musste durch den Zoll. Wir reisten mit Journalisten-, Entertainer-, und Gruppenvisa. (In China waren wir von der Gnade des Aussenkontaktbüros abhängig. 72 Stunden vor Abflug erlaubte man uns die Einreise.) In allen Ländern komplett verschiedene Mentalitäten, andere Währungen, andere Sprachen. Um uns herum ca. 150 Musiker und Musikmanagement. Wir waren bei 12 Konzerten in 7 verschiedenen großen Hallen dabei. Alle drei Tage haben wir eine Grenze in ein anderes Land überquert. Ein einziges Chaos.
Ich bin grad froh, mal einfach zu fliegen und keine Asiaten beschwatzen zu müssen, dass wir gerne das Cockpit entern, beim Landen daneben sitzen wollen, oder in den Frachtraum klettern wollen. Hah. Einfach nur Himmel und Wolken. Gerade erreichen wir die japanische Küste. Die Sonne geht unter. Das letzte Land. Mir fällt ein Stein vom Herzen.
Natürlich gab es Verluste: Vergessene Gepäckstücke warten in den Overhead-Lockern von Flugzeugen auf aufmerksame Putzfrauen. Lieblings-Kleidung hängt einsam in den Schränken verlassener Hotelzimmer. Meine persönliche Bilanz: 1 Paar schwarze Leder-Schuhe, 1 Anzug-Hose, 1 NOKIA-Ladegerät. Weg. Wo auch immer. Lost in translation. Mal fehlte auch ein Stück am Zoll, Schwitzen, Lächeln, Improvisieren und durch. Damit keine Menschen zurückblieben, haben wir sorgsam darauf geachtet, dass fiebrige Mitarbeiter vom Orchester-Arzt fitgespritzt wurden, damit sie auf den Flughäfen die Höchsttemperatur der Infrarot-Kameras am Quarantäne-Schalter nicht überschreiten. Dass niemand zurückblieb ist ohnehin verblüffend. Zusätzlich zur Zeitverschiebung nach Europa zwischen 7 bis 8 Stunden gab es nämlich noch die sogenannte „Halbe Boomtown-Stunde“. Diese musste bei allen Aktivitäten auf die normale Zeitverschiebung noch draufgerechnet werden. Dadurch hatten wir manchmal einen etwas anderen Rhythmus als der Rest der Tour. Die „Halbe-Boomtwon-Stunde“ trat besonders morgens zu Arbeitsbeginn auf und ist ein Gebilde aus Vergessen (das wichtige Kabel im Hotelzimmer), Verschlafen (wegen der zu langen Arbeitszeit), Verfrühstücken (weil’s so lecker ist) und Verärgerung (weil’s schon wieder so früh ist, und man sich heute einfach mal nichts sagen lassen will). Eine interessante Sache, aber als ich anfing, dieses Gebilde in die Planung einzubeziehen, war es auch schon kein Problem mehr.
Zum Glück hatten wir auch viele tolle (freiwillige und unfreiwillige) Helfer. Orchester-Management (Kai Schmidt), Orchesterwarte (Uwe Meyerjürgen) Agentur-Management (Donagh Collins), Reisebüro (Andreas Pernau), alle zogen nach kurzer Zeit an einem Strang. DANKE !
Peter, was wär ich ohne Peter. Der Weltenfilmer, der in Pakistan trotz 9/11 und Erdbeben seine Filme nach Hause gefahren hat. Pah - das bisschen Asien ist dagegen ja nix ! Diese Einstellung und Erfahrung hat mir die Ruhe gegeben, das große Ganze wird schon laufen. Danke, Peter. Und tatsächlich: Alle Theorie am Berliner Schreibtisch, alle Versuche Problemen im Vorfeld vorzubeugen, oder sie per Email und Telefon vorab zu lösen, waren überflüssig. Auf Tour wird alles einfach. Ich begann, nicht mehr 2 Wochen vorauszudenken, sondern genau 1 Tag. Mit allen Beteiligten konnte leicht im Flugzeugsitz, im Frühstücksraum vom Hotel geredet werden. Die persönliche Absprache mit Handschlag hinter der Bühne, der mündliche Deal bei Tee und totem Fisch im Restaurant, auf einmal ging alles seinen asiatischen Gang.
Mit Peter hatte ich auch zusammen auf einer Vorbereitungsreise im Oktober die ganze Tour schon mal abgeflogen und in jeder Stadt Filmemacher angeheuert, die uns helfen. Sie alle waren da und taten, was sie konnten und manche auch mehr als wir erwarten konnten. Dafür verlangten sie von uns nur hinreichende Informationen, pünktliches Geld und freundlichen Zuspruch.
MANY THANKS TO DREAMFACTORY (BEIJING, SHANGHAI), LJ ENTERTAINMENT (SEOUL), OCTOBER PICTURES (HONG KONG), FLASH FORWARD ENTERTAINMENT (TAIPEI), AND VIRGINEARTH (TOKYO)!
In Berlin konnten wir immer auf unser Office zählen (Stefanie Grube), deren gute Vorbereitung mit Info-Booklets, Business-Cards, T-Shirts, Namens-Batches, Strom-Adaptern und vielen anderen nützlichen Dingen (Bestechungsgeschenken für chinesische Zöllner und Schnäpsen für Geburtstagskinder) allem einen sehr professionellen Anstrich gegeben hat. Danke.
Das Regie-Team (Thomas Grube, Lukas Macher) hat mit einer Engelsgeduld und Nervenstärke diese Menge von Musikern nach Geschichten durchleuchtet und zum Mitmachen animiert. Groß, sehr groß, auch wenn mich die Engelsgeduld oft verrückt gemacht hat, wenn um 23:00 abends nicht klar war, was wir am nächsten Morgen machen wollen. Geht Musiker X jetzt Schmetterlinge fangen ? Haben wir Musikerin Y erreicht, wann sie morgen in einer Schule unterrichtet? Trifft Musiker Z jetzt morgen zum ersten Mal im Leben auf seine taiwanesische Großmutter ? Ich hab’s versucht, tapfer zu ertragen, und das Team hat über lange Strecken viel mitgemacht. Viele waren noch wach, wenn ich um 1:30 Uhr über die leeren Hotelflure spukte, um die Tagespläne für den nächsten Morgen unter den Türen durchzuschieben. Wann sie aufstehen müssen, erfuhren die meisten erst aus diesem Plan. Doch hat sich all das immer gelohnt: Wenn Musiker ABC dann nämlich am Morgen mit dem Team auf der Großen Mauer stand, dann kam dabei eigentlich immer was Besonderes heraus. Respekt, Tommy und Lukas.
Soviel Zuspruch und Unterstützung, wie von diesem Orchester kann sich jeder Filmemacher nur wünschen. Danke, Berliner Philharmoniker, für diese interessierte, warme, großzügige Stimmung, die in diesen Film sicher zu sehen sein wird.
Danke zuletzt - aber nicht an letzter Stelle - an alle Boomtowns, es wurde allen viel abverlangt. Aber zusammen haben wir was Besonderes geschafft. Die Bereitschaft, die eigenen Bedürfnisse zeitweilig gegenüber eines gemeinsamen Ziels zurückzustellen. Das Bemühen, dabei nicht zu glauben, dass man etwas verliert, sondern eher etwas gewinnt. Die Gabe, das Ganze noch mit Herz und Humor zu nehmen. That makes a film-team.
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