Mittwoch, 16. November 2005, 17:33
Hongkonger Hosentausch - und was sonst noch so war
Verfasst von Regieassistent Lukas Macher in HONG KONG, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Mittwoch, 16. November 2005, 13:11
C’est pas une image juste, c’est juste une image
Verfasst von Kameramann Alberto Venzago in HONG KONG, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Mein Horoskop (Tiger) macht Mut: Alles wird heute gut. Nur nichts forcieren, das Glück ist auf meiner Seite. Es ist Abend. Mein Glück hat sich auf das ganze Orchester ausgeweitet. Heute spielen sie wirklich wie Engel! Energie pur. Das Konzert wird live auf drei Bildschirmen um das Kulturzentrum übertragen. Im Hintergrund die Skyline von Hongkong. Millionen Lichter spiegeln sich im Wasser. Und mitten im Adès geht eine lautlose Lasershow los, gebündeltes Licht schiesst aus den Spitzen der Hochhäuser auf der andern Seite des Hafenbeckens in den Nachthimmel. Dazu die geballte Kraft der Musik.
In meinem Kamerasucher wirken die aufgezoomten Gesichter entrückt. Nicht von dieser Welt. Keine Asiaten, keine Europäer, alles verschmilzt. Ich würde gerne tiefer sehen können. Durch ihre Augen in die Seele.
Aber eben, ich bleib immer nur Beobachter. Und die Gesichter bleiben Abbilder eines Momentes. C’est pas une image juste, c’est juste une image.
Während ich dies im Hotel in Taipai schreibe, übt mein Nachbar Posaune. Tonleiter rauf und runter. Wie die Leuchtdioden am Aufzug. Ich erinnere mich an ein Fotobuch von einer Tournee der Berliner Philharmoniker in den 80er Jahren durch Japan. Damals hiess es, Björn Borg sei fluchend am Hotelempfang aufgetaucht: “Stop that fucking hornplayer“.
Ich nimms gelassen. Bin ja schon seit 2 Wochen in Asien.
Samstag, 12. November 2005, 17:52
Verfasst von Regieassistent Lukas Macher in HONG KONG, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Heute ist es also auch mir passiert. Zimmer 909 klang so vertraut, aber dass ich in eigentlich in Zimmer 809 wohne, habe ich erst gemerkt, nachdem ich meine Schlüsselkarte schon ins falsche Schloss geschoben und damit wahrscheinlich einen unschuldigen Chinesen aus dem Schlaf getrieben habe.
Heute schon wieder eine neue Stadt, Hongkong ist der Hammer, anders fühlt sich die Stadt vor allem erst mal wegen der sommerlichen Stimmung an (knapp 30-im-verdammten-November-Grad-Celsius und 100-höllische-Prozent-Luftfeuchtigkeit) - aber dann ist da ja noch der Hafen, das Wasser, die Hochhäuser, die Stimmung in den Straßen... Man merkt, dass Hongkong eine Stadt der Welt ist.
Samstag, 12. November 2005, 17:04
Verfasst von Pressesprecher Marc Chahin in HONG KONG, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Der Weg von Shanghai nach Hongkong fing schon aufregend an: mit einer Transrapid-Fahrt zum Flughafen. Das Ganze war zwar nach ein paar Minuten zuende, aber zwischendurch sind wir tatsächlich über 400 km/h gefahren. Die Landschaft flitzte nur so an den Zugfenstern vorbei. Der Flughafen von Shanghai fiel mir vor allem durch seine faszinierende Deckenkonstruktion auf, und durch diese ganzen fetten Flieger aus fünf Kontinenten, die nebeneinander aufgereiht standen: Lufthansa, Quantas, Air France, KLM, United, Singapore Airlines, South African usw. Manchmal kann man ja schon am Flughafen ablesen, wie sehr eine Stadt wirtschaftlich boomt (siehe Berlin).
Wenn man wie ich lange in Hamburg gelebt hat, fühlt man sich in Hongkong sofort wohl. Dies ist eine Hafenstadt, in der man den Hafen sofort spürt. In Shanghai war der Fluss zwar faszinierend und stark befahren, aber ich hatte nie das Gefühl, in der Stadt mit dem größten Hafen der Welt zu sein. Hier hingegen führt direkt vom Hotel aus ein Pier in den Victoria Harbour hinein und es riecht nach leicht brackigem Seewasser. Die Wasserflächen sind enorm und bestimmen das Stadtbild. Jetzt sind wir endlich in den Subtropen angekommen! Voller Wärme und tropischer Vegetation. Auf einmal stellt sich ein unverhofftes Urlaubsgefühl ein, und ich frage mich, warum ich keine kurzen Hosen mitgenommen habe.
Ich bin gespannt, wie sich der Hongkong-Soundtrack von Simon Stockhausen anhören wird. Für mich war er bis jetzt vor allem durch das beständige Brummern der riesigen Klimaanlagen bestimmt. Ich lasse mich überraschen.
Freitag, 11. November 2005, 19:25
Verfasst von Regisseur Thomas Grube in SHANGHAI, SEOUL, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
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