Freitag, 11. November 2005, 19:25
Verfasst von Regisseur Thomas Grube in SHANGHAI, SEOUL, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Mittwoch, 9. November 2005, 16:36
Verfasst von Regieassistent Lukas Macher in SEOUL, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Verdammt, die Zeit vergeht einfach viel zu schnell: War das jetzt schon Seoul? Wir sind doch gerade erst angekommen! Jetzt sind wir schon in Shanghai, und Seoul liegt schon wieder in Gedanken ganz weit hinten... Irgendwie ist das ein beklemmendes Gefühl mit diesen extrem kurzen Aufenthalten, ich fühle mich ein bisschen so, als würde ich mit Augen zu und Luft anhalten Trampolin springen. Was ich damit sagen will, weiß ich selber nicht, aber dieses “weiß ich selber nicht” trifft die Sache schon ganz gut. Wieder muss ich erst mal mit den neuen Eindrücken klarkommen, alle drei Tage weiter reisen ist belastender als ich mir das vorgestellt hatte, nicht nur im Sinne von körperlicher Reise-Belastung, sondern eher auch von mentaler Umstellung auf neue Stadt, neues Land, neues Hotel, neue Zeitzone, neue Schritfzeichen, neue Verkehrsregeln (oder keine Verkehrsregeln in China), neue Währung und so weiter...
Dienstag, 8. November 2005, 15:21
Verfasst von Komponist Simon Stockhausen in SEOUL
Am Abend vor unserer Abreise aus Seoul will ich noch schnell ein paar Eindrücke loswerden. Da ich zur Zeit nur mikroskopisch höre und den ganzen Tag mit Kopfhörern herumlaufe, kann ich auch gar keine langen Worte finden, die Seoulkompakt-Soundlandschaft sagt erst mal alles, wofür ich jetzt keine Worte finde.seoulkompakt.mp3 copyright S.Stockhausen
Montag, 7. November 2005, 06:56
Verfasst von Berliner Philharmoniker in SEOUL
Gemessen an den Befürchtungen des schwierigen Reiseablaufes ist es bisher alles ziemlich smooth gelaufen....aber aufgrund der Zeitverschiebung soll man in Asien den Abend nicht vor dem Morgen loben !
Immerhin haben bereits zwei Konzerte stattgefunden und die in Korea scheinen auch unter Dach und Fach zu sein.
Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel - Verdammt ,der Herberger war doch soooo weise - ich werde auf jeden Fall versuchen zu beantragen das der Name Herberger in das Philosophenlexikon aufgenommen wird.
Das Wochenende in Peking war erstaunlich, siehe andere Beiträge....
Blöd nur das Werder gegen die Bayern verloren hat.
Wenn wir nur erst, ohne Pannen in Narita ( keine japanische Schönheit) wären....
Liebe Grüße - Bilder folgen
Immerhin haben bereits zwei Konzerte stattgefunden und die in Korea scheinen auch unter Dach und Fach zu sein.
Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel - Verdammt ,der Herberger war doch soooo weise - ich werde auf jeden Fall versuchen zu beantragen das der Name Herberger in das Philosophenlexikon aufgenommen wird.
Das Wochenende in Peking war erstaunlich, siehe andere Beiträge....
Blöd nur das Werder gegen die Bayern verloren hat.
Wenn wir nur erst, ohne Pannen in Narita ( keine japanische Schönheit) wären....
Liebe Grüße - Bilder folgen
Sonntag, 6. November 2005, 21:38
Verfasst von Kameramann Alberto Venzago in SEOUL, 2.FILM PRODUCTION | ON TOUR
Mit dem Fahrstuhl in den falschen Stock, dann richtige Karte in falsche Zimmertür geschoben (verzeih mir lieber Nachbar) und jetzt, so zwischen 3 und 5 Uhr will ich auf die Toilette, und finde sie nicht. Ich bin überzeugt sie muss im Wandschrank sein. Ja, wir sind unterwegs, spätestens seit heute Nacht in Seoul. Und doch noch nicht angekommen.
Bis anhin hatte die Musik in mir unzählige Assoziationen ausgelöst. Sie bescherte Linderung im Liebeskummer. Sie konnte versöhnen. Den Uebergang vom Tag zur Nacht vorbereiten. Ich hatte Kino im Kopf, je nach Gefühlslage wurden Epen generiert. Aber jetzt sehe ich keine Visionen, sondern im kleinen 16:9 Farbsucher meiner HD-Kamera formieren sich die 1.2 Millionen Pixel zwar zu konkreten Bildern, doch es sind Auschnitte. Ich bin mit dem Riesending von einem Objektiv so nahe dran wie eine Marssonde beim Ueberflug. Jede kleinste Regung im Gesicht der Musiker offenbart sich. Manchmal gnadenlos. Jeder Augenaufschlag lässt mich für eine Millisekunde in die Seele schauen. Anstrengung, Ermüdung, Konzentration, Kampf, Erlösung. Glück. Landschaften tun sich auf. Und Geschichten. So nah und doch so fern!
Bis anhin hatte die Musik in mir unzählige Assoziationen ausgelöst. Sie bescherte Linderung im Liebeskummer. Sie konnte versöhnen. Den Uebergang vom Tag zur Nacht vorbereiten. Ich hatte Kino im Kopf, je nach Gefühlslage wurden Epen generiert. Aber jetzt sehe ich keine Visionen, sondern im kleinen 16:9 Farbsucher meiner HD-Kamera formieren sich die 1.2 Millionen Pixel zwar zu konkreten Bildern, doch es sind Auschnitte. Ich bin mit dem Riesending von einem Objektiv so nahe dran wie eine Marssonde beim Ueberflug. Jede kleinste Regung im Gesicht der Musiker offenbart sich. Manchmal gnadenlos. Jeder Augenaufschlag lässt mich für eine Millisekunde in die Seele schauen. Anstrengung, Ermüdung, Konzentration, Kampf, Erlösung. Glück. Landschaften tun sich auf. Und Geschichten. So nah und doch so fern!
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